Eine alte Silberkette liegt seit Jahren in einer Schublade, von einem Paar Ohrringen ist nur noch einer vorhanden und der Ring passt längst nicht mehr. Trotzdem können solche Schmuckstücke noch einen relevanten Materialwert besitzen.
Wer Silberschmuck verkaufen möchte, stößt häufig zuerst auf kleine Zahlen wie 925, 835 oder 800. Diese Punzen geben Hinweise auf den Silberanteil. Für einen konkreten Ankaufspreis müssen jedoch weitere Faktoren berücksichtigt werden.
Was bedeutet 925 auf Silberschmuck?
Die Zahl 925 steht für einen Silberanteil von 92,5 Prozent.
Diese Legierung ist unter dem Begriff Sterlingsilber bekannt und wird sehr häufig für Schmuck verwendet.
Die übrigen 7,5 Prozent bestehen aus anderen Metallen, die das Material härter und alltagstauglicher machen.
Reines Silber wäre für viele Schmuckstücke zu weich.
Neben 925 kommen beispielsweise auch die Zahlen 800, 835 oder 900 vor. Sie stehen entsprechend für einen Silbergehalt von 80, 83,5 beziehungsweise 90 Prozent.
Ist 925er-Silber wertvoller als 800er-Silber?
Bei gleichem Gewicht enthält 925er-Silber mehr Feinsilber als 800er-Silber.
Ein Schmuckstück mit 20 Gramm Gewicht und einem Silberanteil von 92,5 Prozent enthält daher mehr reines Silber als ein gleich schweres Stück aus 800er-Silber.
Für den tatsächlichen Ankaufspreis reicht diese Rechnung allerdings noch nicht aus.
Schmuckstücke können Steine, Verschlüsse oder andere Bestandteile enthalten, die nicht aus derselben Silberlegierung bestehen. Deshalb zählt das verwertbare Edelmetallgewicht.
Kann man sich auf eine Punze verlassen?
Eine Punze ist ein wichtiger Hinweis, aber nicht immer ein vollständiger Echtheitsnachweis.
Bei älteren Schmuckstücken kann sie kaum noch lesbar sein. Importierter Schmuck kann andere Kennzeichnungen tragen. Manche Gegenstände besitzen überhaupt keine erkennbare Punze.
Eine fehlende Zahl bedeutet daher nicht automatisch, dass kein Silber enthalten ist.
Eine fachgerechte Materialprüfung schafft Klarheit.
Massives Silber oder nur versilbert?
Das ist für den Wert ein wichtiger Unterschied.
Ein Schmuckstück aus massivem Silber besteht aus einer Silberlegierung. Bei einem versilberten Gegenstand wurde dagegen ein anderes Grundmetall lediglich mit einer dünnen Silberschicht überzogen.
Die Optik kann ähnlich sein, der Materialwert unterscheidet sich jedoch deutlich.
Gerade ältere Stücke lassen sich für Laien nicht immer zuverlässig auseinanderhalten.
Was ist beschädigter Silberschmuck noch wert?
Auch kaputter Silberschmuck kann einen Wert besitzen.
Eine gerissene Kette enthält nicht weniger Silber, nur weil sie nicht mehr getragen werden kann. Dasselbe gilt für einzelne Ohrringe, verbogene Ringe oder defekte Verschlüsse.
Wenn das Schmuckstück hauptsächlich nach seinem Edelmetallgehalt bewertet wird, steht der Zustand nicht im selben Maß im Vordergrund wie bei einem Stück, das weiterverkauft werden soll.
Deshalb lohnt es sich, auch Bruchsilber prüfen zu lassen.
Was passiert mit Edelsteinen und anderen Materialien?
Silberschmuck besteht nicht immer ausschließlich aus Metall.
Ringe können Steine enthalten, Anhänger können mit Glas, Perlen oder anderen Materialien versehen sein. Diese Bestandteile müssen bei der Ermittlung des reinen Silbergewichts berücksichtigt werden.
Bei hochwertigem Schmuck kann zudem geprüft werden, ob neben dem Materialwert weitere Faktoren relevant sind.
Entfernen Sie Steine deshalb nicht selbst vor einer Bewertung.
Muss Silberschmuck vorher gereinigt werden?
Nein.
Angelaufenes Silber kann dunkler aussehen, ohne dass sich der Silbergehalt verändert.
Für eine Materialbewertung ist es daher nicht notwendig, Schmuck vorher intensiv zu polieren. Gerade ältere oder gut gearbeitete Stücke sollten besser in ihrem vorhandenen Zustand beurteilt werden.
Wie entsteht der Ankaufspreis?
Für Silberschmuck sind vor allem der festgestellte Silbergehalt, das verwertbare Gewicht und der aktuelle Silberpreis relevant.
Ein seriöses Angebot sollte nachvollziehbar sein.
Sie sollten wissen, welcher Feingehalt festgestellt wurde und welches Gewicht für die Berechnung herangezogen wird.
Der Marktpreis für Silber verändert sich laufend. Deshalb kann der Wert desselben Schmuckstücks zu unterschiedlichen Zeitpunkten variieren.
Silberschmuck in Salzburg verkaufen
RA Invest kauft neben Silbermünzen und Silberbarren auch Silberschmuck und andere Silbergegenstände an.
Die Stücke werden vor Ort in Salzburg geprüft. Auch beschädigter Schmuck oder Stücke mit unbekannter Punze können zur Bewertung mitgebracht werden.
Nach der Prüfung erhalten Sie ein konkretes Angebot und können anschließend entscheiden, ob Sie verkaufen möchten.
Häufige Fragen zu Silberschmuck
Was bedeutet 925 Silber?
925 bedeutet, dass die Legierung zu 92,5 Prozent aus Silber besteht.
Kann ich Silber ohne Punze verkaufen?
Ja. Eine fehlende Punze bedeutet nicht automatisch, dass kein Silber enthalten ist. Das Material kann geprüft werden.
Ist angelaufenes Silber weniger wert?
Das Anlaufen verändert den Silbergehalt nicht.
Werden auch einzelne Ohrringe angekauft?
Auch einzelne oder beschädigte Schmuckstücke können einen Edelmetallwert besitzen.
Muss ich Schmuck vor dem Verkauf reparieren?
Für eine Bewertung nach Edelmetallgehalt ist eine Reparatur normalerweise nicht notwendig.