Tafelsilber wird oft über Generationen weitergegeben. Kannen, Schalen, Servierplatten oder Kerzenleuchter standen jahrzehntelang im Familienbesitz und werden heute kaum noch verwendet.
Dann stellt sich die Frage: Ist das echtes Silber und wie viel ist es wert?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Unter dem Begriff Tafelsilber werden sehr unterschiedliche Gegenstände zusammengefasst. Manche bestehen aus massivem Silber, andere sind lediglich versilbert. Bei bestimmten Stücken kommen zusätzlich Fremdmaterialien oder beschwerte Elemente zum Einsatz.
Eine genaue Bewertung beginnt deshalb immer beim Material.
Was gehört zu Tafelsilber?
Tafelsilber umfasst deutlich mehr als Messer, Gabeln und Löffel.
Dazu können unter anderem gehören:
- Schalen
- Servierplatten
- Becher
- Kannen
- Zucker- und Milchgefäße
- Kerzenleuchter
- Servierteile
- dekorative Tischgegenstände
Silberbesteck bildet damit nur einen Teilbereich des klassischen Tafelsilbers.
Woran erkennt man echtes Silber?
Der erste Hinweis findet sich häufig in Form einer Punze.
Zahlen wie 800, 835, 900 oder 925 können auf den Feingehalt hinweisen.
Bei 800er-Silber besteht die Legierung beispielsweise zu 80 Prozent aus Silber. 925er-Silber enthält 92,5 Prozent Silber und wird auch als Sterlingsilber bezeichnet.
Allerdings sind Kennzeichnungen nicht immer eindeutig. Historische Stücke können andere Punzen tragen. Bei älteren Gegenständen kommen außerdem Hersteller- und Meisterzeichen hinzu.
Deshalb sollte ein unbekannter Gegenstand nicht allein aufgrund einer schwer lesbaren oder fehlenden Zahl aussortiert werden.
Versilbert oder massiv?
Zwischen massivem Silber und versilberten Gegenständen besteht ein deutlicher Unterschied.
Bei massivem Silber besteht das Material aus einer Silberlegierung. Ein versilberter Gegenstand besteht dagegen überwiegend aus einem anderen Metall und besitzt nur eine dünne Silberschicht an der Oberfläche.
Ein großer versilberter Gegenstand kann deshalb weniger Silber enthalten als eine deutlich kleinere Schale aus massivem Silber.
Die Größe allein sagt über den Materialwert wenig aus.
Warum das Gewicht allein nicht genügt
Gerade bei Tafelsilber kann das Gesamtgewicht täuschen.
Ein Kerzenleuchter kann beispielsweise einen beschwerten Sockel haben. Griffe können hohl sein oder aus anderen Materialien bestehen. Auch Scharniere, Deckel oder Verzierungen müssen nicht vollständig aus Silber gefertigt sein.
Für die Bewertung zählt deshalb nicht einfach das Gewicht des kompletten Gegenstandes, sondern der tatsächlich verwertbare Silberanteil.
Was bedeuten 800 und 925 bei Tafelsilber?
Bei einem korrekt gekennzeichneten Silbergegenstand gibt die Zahl den Feingehalt an.
800 bedeutet 80 Prozent Silberanteil.
925 bedeutet 92,5 Prozent Silberanteil.
Bei gleichem verwertbarem Gewicht enthält ein Stück aus 925er-Silber somit mehr Feinsilber.
Für die vollständige Bewertung kommen jedoch noch weitere Faktoren hinzu.
Kann Tafelsilber einen Sammlerwert haben?
Bei vielen Gegenständen steht der Edelmetallwert im Vordergrund. Es gibt aber auch Stücke, bei denen Hersteller, Alter, Gestaltung oder Seltenheit eine zusätzliche Rolle spielen können.
Deshalb sollten ältere oder ungewöhnlich gut gearbeitete Stücke nicht vorschnell nur nach Gewicht bewertet werden.
Besonders Herstellerstempel und andere Kennzeichnungen sollten erhalten bleiben.
Eine fachliche Begutachtung kann zeigen, ob neben dem reinen Silberwert weitere Merkmale relevant sind.
Sollte man altes Tafelsilber polieren?
Für eine Bewertung ist das nicht notwendig.
Angelaufenes Silber sieht zwar dunkler aus, der enthaltene Silberanteil verändert sich dadurch aber nicht.
Intensives Polieren kann bei älteren Gegenständen die Oberfläche, Gravuren oder feine Details verändern. Deshalb ist es meist besser, Tafelsilber im vorhandenen Zustand zur Bewertung mitzubringen.
Tafelsilber aus einem Nachlass
Gerade bei Nachlässen ist die Situation oft unübersichtlich.
Echte Silberstücke können neben versilberten Gegenständen, Edelstahl oder anderen Metallen liegen. Wer sich mit Punzen nicht auskennt, kann die verschiedenen Materialien leicht verwechseln.
Sortieren Sie die Gegenstände deshalb nicht ausschließlich nach Optik.
Auch Stücke mit unbekannten Stempeln oder ohne erkennbare Kennzeichnung können geprüft werden.
So lässt sich verhindern, dass echtes Silber versehentlich aussortiert wird.
Wie läuft die Bewertung ab?
Zunächst wird geprüft, ob der Gegenstand tatsächlich Silber enthält.
Anschließend werden Feingehalt und verwertbares Gewicht ermittelt. Der aktuelle Silberpreis dient als wichtige Grundlage für die Berechnung.
Bei besonderen Stücken kann zusätzlich geprüft werden, ob Hersteller, Alter oder Ausführung einen weitergehenden Wert begründen.
Danach erhalten Sie ein konkretes Angebot.
Tafelsilber in Salzburg verkaufen
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Dazu gehören neben Silberbesteck auch Schalen, Kannen, Becher, Servierstücke und anderes Tafelsilber.
Sie müssen vor einem Termin nicht selbst feststellen, welche Stücke massiv und welche nur versilbert sind. Die Materialprüfung erfolgt vor Ort.
Häufige Fragen zu Tafelsilber
Ist 800er-Silber echtes Silber?
Ja. Eine entsprechende 800er-Punze bezeichnet grundsätzlich eine Silberlegierung mit einem Silberanteil von 80 Prozent.
Ist 925er-Silber besser?
925er-Silber besitzt einen höheren Feinsilberanteil als 800er-Silber. Der tatsächliche Wert hängt aber auch vom verwertbaren Gewicht und weiteren Eigenschaften des Gegenstands ab.
Sind alte Kerzenleuchter aus massivem Silber?
Nicht zwingend. Leuchter können hohl oder beschwert sein und zusätzliche Materialien enthalten.
Kann angelaufenes Tafelsilber verkauft werden?
Ja. Das Anlaufen verändert den Silbergehalt nicht.
Kann ich ein unvollständiges Service verkaufen?
Auch einzelne Teile oder unvollständige Sets können bewertet werden.